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Wir verstehen uns als Begleiter für Menschen – auch über die Bestattung hinaus. Deshalb bieten wir Gesprächskreise an, in denen Trauernde sich austauschen und Hilfestellung auf dem Weg zurück ins Leben finden können. Neben den aktuellen Terminen veröffentlichen wir an dieser Stelle auch ganz unterschiedliche Artikel, die sich auf die eine oder andere Weise mit dem Thema Bestattung und Trauerkultur ganz allgemein befassen.

Trauergesprächskreis

Donnerstag von 18.00 bis 20.00 Uhr

Lebenskreis

Montags 18.00 – 20.00 Uhr

Termine auf Anfrage!

Anmeldung bitte erst nach Grundbesuchen beim Trauergesprächskreis!

Artikel

Besuch bei der Jüdischen Gemeinde
50 Jahre Gemeinde Bönen

Beitrag über unser Bestattungshaus im der Westfälischen Anzeiger.

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Pflegefreie Grabstätten – immer mehr Alternativen zur anonymen Bestattung
Die Wahl der letzten Ruhestätte folgt zunehmend praktischen Erwägungen. Glücklicherweise gibt es eine wachsende Vielfalt an Grabarten, die auch dann eine würdevolle letzte Ruhestätte bieten, wenn niemand für die Pflege aufkommen kann oder möchte.

Das von Angehörigen gepflegte Familiengrab wird seltener. Nachfolgende Generationen leben nicht mehr am selben Ort, es fehlt die Zeit, bei älteren Menschen manchmal auch einfach die Kraft. In der Bestattungsvorsorge meinen Menschen bei solchen Konstellationen häufig, Gutes zu tun, indem sie ihre Angehörigen durch eine anonyme Bestattung „entlasten“.

Tatsächlich fühlt sich das Umfeld durch eine solche Entscheidung oft vor den Kopf gestoßen. Andere wiederum merken erst mit der Zeit, was ihnen fehlt, wenn der Verstorbene in einem Rasengrab ohne Kennzeichnung der Grabstelle und in der Regel ohne Beisein der Angehörigen beigesetzt wurde – und wenn das Grab weder geschmückt noch besucht werden kann.

Grabpflege durch die Natur?

Was also tun, wenn man das Grab nicht pflegen, nur selten besuchen kann und einen Gärtner nicht bezahlen möchte? Die Natur die Grabpflege übernehmen lassen und eine Seebestattung wählen? Hier dürfen Angehörige dabei sein, erhalten eine Seekarte mit den Koordinaten des Beisetzungsortes und können an Gedenkfahrten teilnehmen. Einen konkreten Ort, den sie spontan aufsuchen und schmücken können, haben sie nicht, dafür immerhin den oft tröstlichen Gedanken, dass der Verstorbene seine letzte Ruhe an seinem Lieblingsort gefunden hat.

Auch die Urnenbeisetzung in einem Bestattungswald kann die Heimkehr an einen Lieblingsort bedeuten, an einen Ort, den Angehörige in der Regel nicht schmücken, aber eindeutig kennzeichnen und besuchen können – sofern sie noch gut zu Fuß sind. Da dies natürlich nicht immer der Fall ist, ist es erfreulich, dass inzwischen auch klassische Friedhöfe auf den Wunsch nach pflegefreien Gräbern reagieren. Sie sind in der Regel für jedermann gut erreichbar.

Gärtnerisch gepflegte Gemeinschaftsanlagen.

Längst haben nicht mehr nur Großstadtfriedhöfe spezielle Areale für Baumbestattungen oder für gärtnerisch betreute Gemeinschaftsanlagen. Meist für Urnen, gelegentlich auch für Erdbestattungen gibt es Rosen- oder Staudengärten, Apfelwiesen und eigenständige kleine Parks und Gärten mit jahreszeitlich passend bepflanzten Beeten. Es gibt auch Partner-Grabstellen oder Erinnerungsgärten für Frühchen. Einige sind mit künstlerischem Anspruch gestaltet, andere verstehen sich zugleich als Landschaftspflege oder sind im Sinne des Naturschutzes angelegt.

Ihr Großer Vorteil gegenüber der Bestattung in der Natur: Häufig können individuelle Grabmale gesetzt werden, zumindest aber gibt es Gedenkstehlen für die gesamte Anlage – und beim Besuch profitieren Sie von der guten Erreichbarkeit und der Infrastruktur des Friedhofs.

Sabine Fett

Bild Fotolia/Joachim B. Albers

Der Sinn von Trauerritualen
Die Menschen haben heute bei der Gestaltung von feierlichen Abschiedszeremonien größtmögliche Freiheit, weil strenge kulturelle und religiöse Regeln immer mehr verschwinden. Nichtsdestotrotz sind Trauerrituale an sich weiterhin von großer Bedeutung.

Bei Trauerritualen denken viele Menschen heute an vergangene Zeiten, als die Trauer um einen Verstorbenen noch eine viel größere Öffentlichkeit und allgemeine Akzeptanz besaß. Das moderne Leben hat die Trauer mehr und mehr aus dem Alltag verdrängt. Trauernde fühlen sich dadurch vielfach mit ihren Gefühlen allein gelassen. Und Freunde und Bekannte sind zunehmend unsicher, wie sie Trauernden begegnen sollen. Auch wenn der Tod in der modernen Gesellschaft keine große Rolle spielt, so ist er doch stets präsent. Ob voraussehbar oder unerwartet, der Verlust eines nahestehenden Menschen kommt für die Betroffenen fast immer unvorbereitet.

Dann können Trauerrituale den unmittelbaren Angehörigen und dem Freundes- und Bekanntenkreis helfen, den Verlust zu verarbeiten und Perspektiven für das weitere Leben zu finden. Der ritualisierte Abschied von einem Verstorbenen unterstützt sie dabei, das Unabänderliche zu begreifen und zu akzeptieren. In diesem Rahmen sind das Weinen und viele andere Gefühle der Trauer zugelassen. Außerdem können einige festgelegte Regeln bei der Anteilnahme und dem Kondolieren allen Beteiligten die gewünschte Sicherheit für das angemessene Verhalten geben. Denn für Trauernde und Trauergäste ist der Abschied von einem Verstorbenen immer auch eine Art Ausnahmezustand, der die Endlichkeit des Lebens offenbart.

Dabei ist es keineswegs so, dass die überlieferten Trauerrituale völlig vergessen wurden, sie haben sich im Laufe der Zeit nur immer wieder verändert und den jeweils aktuellen Bedürfnissen und Lebensumständen der Menschen angepasst. „Wie ein Ritual durchgeführt wird, wer sich daran beteiligt oder wie es wirkt, ändert sich von Mal zu Mal. Nur selten werden sie völlig neu erfunden, wohl aber werden sie immer wieder angepasst“, stellt Prof. Axel Michaels im Themenheft „Rituale“ von Spektrum der Wissenschaft fest.

So zeigt sich heute bei vielen Trauerfeiern, wie sich die Menschen für ihre Trauer und den Abschied Freiräume für individuelle Gestaltungen suchen. Dann spielt die Kleidung zwar immer noch eine Rolle, aber sie muss nicht unbedingt schwarz sein. Und die Musikauswahl besteht nicht aus typischen Trauerkompositionen, sondern den Lieblingstiteln des Verstorbenen. Diese Trauermusik kann dann auch beschwingt und fröhlich sein. Zu nennen sind außerdem unterschiedliche Angebote von Trauerbegleitungen und Gesprächskreisen als Alternativen für Rituale, die als nicht mehr zeitgemäß empfunden werden. Eine entscheidende Rolle bei dieser Entwicklung spielt auch das Internet, das wie in vielen anderen Lebensbereichen neue Möglichkeiten für eine konstruktive Trauerarbeit geschaffen hat.

Mit Blick auf die durchaus wandlungsreiche Kulturgeschichte der Trauerrituale bedeuten die Umbrüche von heute also lediglich die Anpassung an die Zeichen und Möglichkeiten der Zeit. Im Kern geht es nach wie vor darum, den Verlust eines nahestehenden Menschen zu verarbeiten und den Tod als Teil des Lebens zu akzeptieren.

Karsten Mohr

Bild Fotolia/Kzenon

Bundesverwaltungsgericht bestätigt Bestattungsgesetz

Ein Bestattungspflichtiger muss auch bei einem gestörtem Verhältnis zu seinem Vater die Bestattungskosten tragen.

Nicht immer stellt die Bestattung eine feierliche Verabschiedung von einem geliebten Angehörigen dar. Im Gegenteil gibt es jährlich einige 100 Fälle in Deutschland, in denen sich niemand um die Beisetzung des Verstorbenen kümmern will. Letztendlich muss die Stadt oder Gemeinde das Begräbnis durchführen. Die Kosten hierfür werden dann denjenigen in Rechnung gestellt, die für die Bestattung hätten sorgen müssen.

Zu einem Streitfall kommt es, wenn die persönliche Beziehung zwischen Hinterbliebenem und Verstorbenem massiv gestört ist. In einem nun letztinstanzlich von dem Bundesverwaltungsgericht entschiedenen Fall gab der Sohn eines Mannes an, seine Eltern hätten sich scheiden lassen, als er zehn Jahre alt gewesen sei. Zunächst habe er bei der Mutter gewohnt, die sich aber nicht um ihn gekümmert und ihn häufig aus der Wohnung ausgeschlossen habe; darauf sei er zum Vater gezogen, der Alkoholiker gewesen sei. Wegen Mietschulden hätten sie zwangsweise in ein Motel auf dem Kiez umziehen müssen. Der Vater habe im betrunkenen Zustand randaliert, was zum Auszug des Klägers geführt habe, als er 14 Jahre alt gewesen sei. Seither habe er keinen Kontakt zum Vater mehr gehabt.

Das höchste deutsche Verwaltungsgericht stellte fest, dass auch in einem solchen Fall das Vorgehen der Behörde (hier: Bezirksamt Hamburg-Nord auf Basis des Hamburger Bestattungsgesetz) korrekt sei und bestätigte die Rechtsprechung des Hamburger Oberverwaltungsgerichtes.

Danach war der Kläger trotz der massiv gestörten Familienverhältnisse verpflichtet, die Bestattungskosten zu erstatten. Dass er zusätzlich auch das Erbe ausgeschlagen hatte, spielte für das Gericht keine Rolle.

Nach Ansicht des BVerwG kollidiert die im Bestattungsgesetz Hamburgs enthaltene Verpflichtung der Angehörigen zur Tragung der Kosten für die Bestattung eines Angehörigen (§ 10 Abs. 1 Satz 3 und 7 BestG) nicht mit der durch Bundesrecht geregelten zivilrechtlichen Pflicht über die Tragung der Beerdigungskosten (z.B. § 1968 BGB in Bezug auf den Erben). Regelungen im Bürgerlichen Gesetzbuch zur Kostentragung bezüglich der Bestattungskosten treffen gerade keine Bestimmungen, wer für die Bestattung des Angehörigen zu sorgen hat. Sie können auch öffentlich-rechtliche Ansprüche, die sich aus einem ordnungsbehördlichen Einschreiten gegenüber dem Bestattungspflichtigen ergeben, nicht ausschließen.

Schon das OVG Hamburg hatte geurteilt, dass das Bestattungsgesetz keinen Ansatz dafür biete, seine Geltung bei angeblicher Unzumutbarkeit auszuschließen. Hierfür bestehe auch in Fällen eines zerrütteten Verhältnisses zwischen Verstorbenem und pflichtigem Angehörigen keine Veranlassung. Letzterer könne Ausgleichsansprüche gegen den Erben nach § 1968 BGB oder den Unterhaltsverpflichteten nach § 1615 Abs. 2 BGB geltend machen; schlage dies fehl, bestehe die Möglichkeit der Kostenübernahme durch den Sozialhilfeträger gemäß § 74 SGB XII.

Damit sind zwei Wege aufgezeigt, die derjenige einschlagen kann, der nicht für die Bestattung eines nahen Angehörigen aufkommen möchte, obwohl er dazu gesetzlich verpflichtet ist.

(Quelle: BVerwG, Beschluss vom 14.10.2010, 7 B 56.10)

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Und hier für Sie zusammengestellt.

Ganz gleich, ob in einem Trauerfall relativ zügig Entscheidungen getroffen werden müssen oder Überlegungen zum Beispiel im Hinblick auf eine verantwortungsbewusste Bestattungsvorsorge in Ruhe reifen können – es ist immer gut, wenn wichtige Daten schnell zu finden sind.

Deshalb haben wir hier alle weiterführenden Informationen übersichtlich für Sie geordnet. Bei Fragen stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

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